Adventsgärtlein: Ein bisschen Dezembermagie

Wie ihr wisst, liebe ich den Dezember. Bereits im Oktober schwirren mir alljährlich wieder tausend wunderbare Ideen im Kopf herum, wie ich den feinsten aller Monate für meine Familie gestalten könnte. Das Adventsgärtlein ist einmal mehr eine wunderschöne Idee aus der Waldorf-Ecke. Im letzten Jahr bei Elfenkindberlin gesehen, direkt umgesetzt und prompt gewusst: das wird auch bei uns zur Tradition.

Advent – worum geht es uns eigentlich?

Mit einem so prall gefüllten Ideenkopf rumzurennen, kann besonders in der Adventszeit ganz schön anstrengend sein. Man will backen, basteln und Gaben verteilen. Die Kinder werden im Dezember im grossen Stil beschenkt und in Hülle & Fülle eingewickelt. Mein Grosser beispielsweise, der hat quasi ein Gewohnheitsrecht, was den Adventskalender betrifft. Dass das eigentlich der helle Wahnsinn ist und ich meine eigenen hohen Ansprüche irgendwann nicht mehr toppen kann, wurde mir aber heuer bewusst. In der Folge habe ich mir überlegt, worum es mir im Grunde geht.

Ein bisschen Dezembermagie

Es geht nicht um viel Kram. Sondern um die Liebe zum Dezember, beziehungsweise natürlich um die Freude auf Weihnachten. Es geht um Düfte, um Klänge, um wunderbare Welten, die einst zu den schönsten Erinnerungen unserer Kinder werden. Es geht um die Lichter in der Stadt, welche wir auf einem dunklen Spaziergang bestaunen. Kurz: Es geht um Magie. Und so musste der Adventskalender, der hier 72 Kleinigkeiten hervorgebracht hätte, einem kleinen Wichtel weichen, der nur sehr wenige Geschenke bringt. Dessen Geschichte die Kinder aber komplett in ihren Bann zieht. Der Adventskranz, für den ich hätte viel Geld, viel Zeit und viel Nerven aufwenden müssen, wich dem Adventsgärtlein.

Für jeden Tag ein Licht – das Adventsgärtlein

24 Lichter anstelle von 24 Geschenken. Das macht doch irgendwie Sinn. Jeden Morgen zünden wir eine Kerze mehr an. Die Kinder dürfen die Holzfiguren von Maria und Josef zum nächsten Licht schieben. Ein Stück näher zum Stall. Der befindet sich natürlich beim 24. Licht. Jeden Morgen sagen wir dazu den folgenden Vers auf:

“In der dunklen Nacht ist ein Stern erwacht. Er leuchtet hell am Himmelszelt und schenkt sein Licht der ganzen Welt.”

Die wunderschönen Holzfiguren sind von Pastorini. Ihr könnt sie hier im Set bestellen. Natürlich gibt es bei Pastorini auch alle Ostheimer-Figuren separat zu kaufen. Notabene sind die Figuren ein wunderbares Advents- oder Weihnachtsgeschenk. Unser Wichtel legt dieses Jahr auch ein paar Ostheimertierchen vor seine Wichteltür. Die Figuren, die unser Adventsgärtlein schmücken, werden jedoch allmorgendlich im Nu von flinken Kinderhänden entwendet und zum Spielen entführt. Für die Kinder ist das Spiel natürlich die sinnensprechendste aller Handlungen im Dezember und sorgt neben all dem Gebacke und Gebastele für ein ganzheitliches Erfahren des Advents.

Und so zieren bald nach Weihnachten die heiligen drei Könige unser Wohnzimmer. Den dreien werden mit Seidentüchern und Holzstücken die wunderschönsten Länderwelten gebaut. Ihre langen Wege nach Bethlehem zelebrieren die Kinder jeden Tag. Nach dem Vorlesen der Königsgeschichte entwickelt sich im Spiel ihre dramatische Wirklichkeit ganz von alleine. Treffen tun sie sich natürlich am Königstag im Stall. Auch da: Es ist per se magisch fürs Kind und braucht im Grunde wenig von unserem Zutun. Was die Könige angeht, da wartet Ende Monat eine schöne Überraschung auf euch. Ihr dürft gespannt sein.

Und nun – hoch die heissen Schokoladen – auf eine wunderbare Adventszeit weiterhin!

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