DIY – Krämerladen

kids over the moon

Emilia feierte kürzlich ihr zweites Wiegenfest. Zu diesem Anlass wollte ich ihr einen Krämerladen einrichten. Jedoch mochte ich hierfür keinen klassischen gross-sperrigen Holz-Kaufladen anschaffen, da meine Kinder schon seit jeher den Waldorf-Spielbogen haben, wo man sich auch immer mal wieder krämermässig einrichtet.

kids over the moon

Beim dritten Kind ist irgendwie einfach alles schon vorhanden und wenn man nicht wahnsinnig konsumfreudig ist, erwirbt man sich fürs dritte in der Regel auch keine komplett neue Spielwelt mehr. Dies hat natürlich zur direkten Folge, dass das Drittgeborene wirklich kaum noch Geschenke erhält. Denn auch die Verwandten und Bekannten und alle Freunde, die ihren Konsumrausch beim Geschenkekauf fürs erste (und allenfalls noch fürs zweite) Kind kaum zügeln konnten, schmeissen ihre Spendierhosen beim dritten in den Altkleidersack. Glücklicherweise, denn wir würden andernfalls ja wirklich versinken im ganzen Spielegewusel.

Dennoch hatte ich selbst das Begehren, auch für Emilia eine eigene, kleine Spielwelt einzurichten. Ich habe mich in der Folge auf Pinterest umgesehen und zum Thema Kaufladen zwar einigermassen viele Ideen gefunden aber schlicht nicht das, was ich gesucht habe. Ob der ganzen Sucherei wurden meine Vorstellungen aber irgendwie troztdem immer klarer.

Der Kaufladen sollte aus mehreren Einzelteilen bestehen, die sich einst auch fernab vom Verkäuferli-Szenarios bespielen oder zumindest benutzen lassen würden. Mir schwebte eine Art Ladentheke vor, die später beispielsweise eine Wickelkommode für das Puppenkind sein könnte. Und nochmals später ein Nachttischchen mit Platz für Bücher.

Ausserdem wollte ich alte Dinge. Einerseits weil ich den Gedanken mag, dass unseretwegen nicht dauernd Neues produziert werden muss und andererseits natürlich auch, weil ich ein Flohmi-Chic-Fan bin.

Und als ich dann kürzlich auf dem Fahrrad die wunderbare Bruchstrasse entlang kurvte und wie immer einen Blick ins Schaufenster meines noch wunderbareren Lieblingsladens warf, sah ich ein altes kleines perfektes Möbelchen und wusste sofort und sehr bilderbuchmässig: DAS IST ES.

Ein passendes Rückwand-Regal war schnell gefunden. Bruchstrasse-Paradies bei Beatrice sei dank. Sie führt eine wunderbare Auslage an kleinen Möbeln, die sich im Kinderzimmer schlicht prima machen. Ausserdem findet sich dort eine kleine, aparte Auswahl an Spielsachen. Ein Besuch bei ihr im Laden lohnt sich unbedingt.

Alternierend lassen sich natürlich auf Flohmärkten kleine Tischchen, Regale oder Holzkisten finden, die man einfach ein bisschen aufhübschen und individuell zu einem Kramladen anordnen kann.

Danach ging es hops ans Einrichten. Es war mir eine wahre kleine Freude, für Emilia Süsskram aus Fimo und Salzteig herzustellen. Eine liebe und sehr nähbegabte Freundin hat ihr sogar noch ein paar Cupcakes genäht. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass dieser Krämerladen eher eine Bäckerei oder ein Süsskramgeschäft wird. Was bestimmt ganz in Klein-Emilia`s Sinn ist.

Amandus ist hier Stammgast.

2 Kommentare bei „DIY – Krämerladen“

  1. Wow Sabrina, wann darf ich zum Hüten kommen?! „Frau“ möchte am liebsten grad wieder Kind sein, bei dir, genau in dieser Krämerliecke ?

    1. kidsoverthemoon sagt: Antworten

      Jederzeit 🙂 Ich wär wirklich auch grad gern wieder ein Kind. Emel manchmal.

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