Unsere liebsten Einkaufsorte

Seit ich kleine Kinder habe, mag ich kein Einkaufen mehr. Ich vermeide es mittlerweile tatsächlich weitestgehend, zu Coop oder Migros zu gehen, wenn ich beide Zwerge dabei habe. Nun, im Grunde habe ich dafür auch alleine keinen Nerv mehr. Nicht, dass ich etwas gegen die Geschäfte per se hätte, ich bin einfach langsam dieser Laden-Atmosphäre überdrüssig. Mag blöd klingen, aber zu viele stressreiche Minuten und Stunden und insgesamt wohl Tage habe ich schon inmitten eines Ladens verbracht.

Ich habe in Läden schon jedes erdenkliche Szenario durchlebt: Von einfachen Schweissperlen auf der Stirn über echte Herz-Rhythmusstörungen bis hin zu Momenten der puren Verzweiflung, in jenen unsereins das Geschäft fluchtartig verliess, Schnappatmung inkl. Es gibt andernblogs viele lesenswerte Texte übers Einkaufen mit Kleinkindern. Gelungenes lest ihr hier und hier.

Mein Tipp in Kürze: tut es nicht.

Mittlerweile lasse ich mir einfach alles nach Hause liefern. Das geht ja heutzutage so bequem und wer oft bestellt, wird auch richtig schnell, denn Warenkörbe und Einkaufslisten werden gespeichert. Da unsereins sowieso regelmässig zu den gleichen Produkten greift, geht das also wirklich husch.

Aber wer wird den Zwergen freiwillig des Einkaufserlebnisses berauben wollen

Es geht darum, Waren auch real betrachten, befühlen, beschnuppern (anknabbern) zu können und mit richtigem Geld zu bezahlen, so direkten Verkaufskontakt eben. Ein Einkauf ist ja für Knirpse auch ein Lernfeld, nicht wahr. Wer wird den Zwergen denn freiwillig dieses wundervollen Erlebnisses berauben wollen und darüber Gefahr laufen, er könne dann in der Schule – Fach Mathe – Lernumgebung Geld – nicht richtig mitmachen, da er keinen Schimmer hat, was Geld im eigentlichen Sinne ist und wie man zu der gesamten Ware, die die Mutti täglich zu einem köstlichen Menü verarbeitet, überhaupt kommt und das alles nur, weil seine Mutter zu faul war, jemals einzukaufen. Ich sicher nicht.

Also, kaufen auch wir einmal in der Woche ein.

Samstags am Wochenmarkt, den lieben meine Kinder. Unser Luzerner Wochenmarkt an der Reuss ist aber auch wirklich schön. Saisonale Gemüse und Früchte, wundervoll betörend duftende Blumen und mit Liebe gemachte und hübsch verpackte Kuchen und Sirupe. Ganz in feinster Wochenmarktmanier eben. Wochenmärkte gibt es ja mittlerweile in jeder noch so kleinen Stadt und hie und da sogar im Dorf. Und wirklich, ein Marktbesuch ist echt was Feines. Erstens eben: reales verkäuferle, die Kinder entdecken saisonales Obst und Gemüse, duftend und schön präsentiert. Oft dürfen sie was davon kosten. Man ist an der frischen Luft und obendrein hat man auch gleich seinen Einkauf erledigt.

Und nun noch was für die Luzernerinnen

Was wir einkaufsmässig hier auch lieben, ist die LUNA. Ein Reformhaus. Eine Drogerie. Ein Spielort. Eine Inspirationsquelle. Ein Ort, an dem hochkompetente und freundliche Menschen arbeiten und einen in jeden Belangen des täglichen Lebens beraten können. Vor allem aber ermöglicht die LUNA ein wirklich schönes Einkaufserlebnis mit den Kindern. Ein kleiner Verkäuferliladen mit Kasse und Verkaufsutensilien steht mitten im Geschäft, der wird von meinen Zwergen immer direkt in Beschlag genommen. Meine ganze Einkaufszeit nutzen die Kinder, um zu spielen. Und ich nutze diese Zeit, mal wirklich in Ruhe einzukaufen und mich durch das grossartige Ladensortiment zu gucken. Manchmal weiss ich nicht, ob ich jetzt einfach noch ein bisschen einkaufen soll, weil meine Kinder grad so schön spielen oder ob meine Kinder einfach noch ein bisschen spielen, weil ich grad so schön einkaufe.

Verschiedenste Müeslisorten, feinste Schweizer Honigtöpfe, exotischen Superfood wie Blütenpollen und Acai Beeren reihen sich unter tausend anderen wundervollen Bio-Produkten ein. Auch kleine Geschenke für Kinder finde ich bei LUNA immer. Sei es ein Bernsteinkettchen, Lederfinkli, ein Wolle-Seide-Body oder ein fein duftender Kinderbadezusatz.

Natürlich findet sich in der LUNA auch alles für den täglichen Bedarf. Das Reformhaus im vorderen Teil des Ladens hat täglich eine wundervoll frische Gemüse- und Früchteauslage. Eier, Milch- und Fleischprodukte in Demeter-Qualität runden das Sortiment ab. Ausserdem führt sie das weltbeste Schokoladensortiment. Auch sämtliche Hygieneartikel, inkl. Wasch-und Spülmittel von Bio-Marken wie Held und Sonett werden verkauft. Man findet also wirklich alles was man braucht.

Hier kaufen sogar wir gern ein. Der Laden ist überschaubar, das Sortiment besonders und das Erlebnis ist für die Kinder spannend und für die Mama entspannt. Wenn ich an der Kasse bin, stürmen meine Mädels das Holle-Regal und holen sich den obligaten Quetschie, den sie immer direkt nach dem Einkaufen geniessen dürfen.

 

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